Jugend

Großes Interesse beim Dirigier-Workshop der LMJ

Den Anweisungen des Dozenten folgten nicht nur die Workshop-Teilnehmer, sondern auch die Musikerinnen und Musiker äußerst aufmerksam.

Dirigier-Anfänger beginnen ihre Laufbahn als musikalische LeiterInnen meist mit einem kleinen Jugendorchester.

Beim Dirigier-Workshop der Landesmusikjugend (LMJ) Hessen am vergangenen Samstag stellten sich daher unser JBO und das Jugendorchester des Turnvereins 1893 Lieblos gemeinsam als Lehrgangsorchester zur Verfügung. Das war für die Workshop-Teilnehmer genauso interessant wie für die jungen Musikerinnen und Musiker.

Nach der Mittagspause bereitete JBO-Dirigent Michael Meininger das Projektorchester mit Jugendlichen aus Altenmittlau und Lieblos gemeinsam auf den Workshop vor.

Ab halb zehn trafen sich acht aktive sowie zwei passive Teilnehmer gemeinsam mit Dozent Jens Weismantel im Bürgerhaus in Gründau-Lieblos, um in „Trockenübungen“ die Grundlagen wie Partiturstudium, den korrekten Umgang mit dem Taktstock und die richtige Gestik zu erarbeiten.

Nebenan probten auf der Bühne des Bürgerhauses etwa 20 Mitglieder des JBOs mit Dirigent Michael Meininger. Der suchte für den Workshop Stücke unterschiedlichen Charakters und Schwierigkeitsgrades heraus, die das JBO auch beim Jubiläumskonzert am 6. Mai präsentieren will.

Anschließend gab es Familienpizzen für das gemeinsame Mittagessen sowie eine kleine Kennenlernrunde an der frischen Luft, um die zehn Jugendlichen aus Lieblos, die mittlerweile dazugestoßen waren, zu begrüßen. Das damit neu geformte Projektorchester stimmte Meininger dann noch einmal kurz auf den Workshop an, bevor er das Pult für Weismantel und die Dirigieranfänger räumte.

Dozent Jens Weismantel (links) macht es den neugierigen Workshop-Teilnehmern vor, wie es richtig geht.

Als Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises sowie Dirigent zweier Vereinsblasorchester, der Bläserphilharmonie Rhein-Main sowie des Landesjugendblasorchesters (LJBO) Hessen weiß Weismantel genau, worauf es beim Dirigieren ankommt. Daher folgten nicht nur die Workshop-Teilnehmer, sondern auch die Jugendlichen im Orchester aufmerksam seinen Ausführungen und den Tipps, die er in jeder Situation passend parat hatte.

So arbeiteten die jungen Musikerinnen und Musiker bis 18 Uhr konzentriert und professionell mit und verdienten sich damit auch den Respekt der angehenden Dirigenten. Welchen Einfluss diese dabei auf den kommenden Auftritt genommen haben, wird sich dann 14 Tage später in der Freigericht-Halle zeigen. Die Arbeit mit den unterschiedlichen Dirigenten und die Extraprobe am Morgen dürfte das Orchester aber auf jeden Fall bestens auf das Jubiläumskonzert des MVA vorbereitet haben.

Weitere Bilder vom Probetag und dem Workshop sind in der Galerie zu sehen.